www.y-Auriga.de

Willkommen auf meiner Homepage

Homepage seit: Juli 1998

Letzte Änderung: 13.04.2018

Zurückliegende Termine 2018


Am 99. Astro Stammtisch am 18.01.2018 konnte ich leider nicht teilnehmen.


20.02.2018 Besichtigungstermin einer Gärtnerei in Albertshofen.
Schon länger ist mir aufgefallen das in Richtung Norden ein sehr heller Schein zu sehen ist der in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat. Bei meinem Täglichen weg zur Arbeit komme ich nahe an Albertshofen vorbei und bemerkte dort die Gewächshäuser einer Gärtnerei welche den sehr starken Lichtschein verursachen.
Auf einer Aktuellen Lichtverschmutzungskarte entdeckte ich das genau an der Position der Gewächshäuser die stärkste Lichtverschmutzung in der näheren und weiteren Umgebung ist. Selbst die Kreisstadt Kitzingen leuchtet nicht so hell wie die Gewächshäuser.
In unserem Forum, dem Forum Stellarum, habe ich meine Astro-Kollegen daraufhin angesprochen und sie bestätigten mir das sie auch von ihren Standorten aus den hellen Schein wahrnehmen können.
Christoph sieht ihn von Münsterschwarzach (6km) aus, Florian aus Rottendorf (11km), Frank aus Würzburg (16km) und Uwe sogar aus Großrinderfeld in Baden Württemberg (30km).
Beim nach Hause Fahren von der Arbeit konnte ich den hellen Schein auch von Kolitzheim (17km) aus deutlich sehen.
Daraufhin haben wir uns entschlossen die Gärtnerei anzusprechen und schrieben ihr eine eMail in der wir unser anliegen in Text und Bild erklärten.
Nach zirka einer Woche meldete sich der Gärtner bei uns und lud uns zu sich in die Gärtnerei ein und das Thema Lichtverschmutzung zu besprechen.
Am 20.02.2018 um 17:45 Uhr trafen wir (Uwe, Frank, Ralf, Florian und ich) uns bei der Gärtnerei zum Gespräch mit dem Gärtner.
Für mich etwas überraschend, war ihm das Problem bewusst und er stand dem Thema Lichtverschmutzung offen gegenüber. Er zeigte uns zuerst seinen nach neuesten Erkenntnissen gebauten Betrieb, denn nur so kann man in der heutigen Zeit konkurrenzfähig arbeiten, so seine aussage.
Sehr interessant ist das es im gesamten Gewächshaus keine Erde mehr gibt, ich bin neben einer Gärtnerei aufgewachsen und habe da oft in den Schulferien gejobbt, da sah es ganz anderes aus. Hier ist nun der gesamte Boden betoniert und die Pflanzen wachsen in Steinwolle mit etwas Granulat.
Erschreckend fand ich die Angabe des Stromverbrauchs im Winter. Im Dezember, Januar und Februar beläuft sich der Verbrauch pro Monat auf ca. 1,5 Millionen Kilowatt. Mein erster Gedanke war "man siehts".
Die bestehenden Gewächshäuser sind schon alle außen herum gegen Lichtaustritt geschützt und die Dächer sollen bei den anstehenden Erneuerungen der Beschattung gegen Lichtdichte ausgetauscht werden, was allerdings, laut aussage des Gärtners, noch ca. 4 bis 6 Jahre dauern wird. Ein neu geplantes Gewächshaus, das demnächst Gebaut wird, wird vorneherein mit einem Lichtschutz auch am Dach versehen.
Der Gärtner zeigte auch viel Interesse zum Thema Astronomie und unserem Hobby.
Eine Einladung zum nächsten Astronomietag in Kitzingen hat er natürlich sofort bekommen.
Geplant ist dass wir in regelmäßigen Kontakt mit der Gärtnerei bleiben und haben schon eine Einladung bekommen uns das neue Gewächshaus, sobald fertig, einmal anzusehen.
Zusammen kann man vielleicht andere Firmen und Gemeinden mit guten Beispiel überzeugen, gegen Lichtverschmutzung mehr zu tun denn es gibt noch viel zu viele unnötige, falsche und zu helle Beleuchtungen.


Der 100. Astro-Stammtisch des Forum Stellarum fand am Donnerstag den 22.02.2018 im Q Burger & Bar um 19:00 Uhr in Kitzingen statt.
Da unser Stammlokal, das Gasthaus am See, leider den Betrieb eingestellt hat musste ich mich auf die Suche nach einer neuen Lokalität machen. Im Q Burger & Bar gab es zwar keine "versaute Pizza" mehr aber dafür viele verschiedene Burger Kreationen wie zB den "Dirty Chicks Burger" ;-)
Gekommen waren von 22 angemeldeten 21 Teilnehmer, neuer Rekord.
Mit dabei: Ulf, Karsten, Christoph, Florian, Andreas, Werner, Uwe, Jörg, Michael, Frank, Johannes, Steffen, Winfried, Michael, Christian, Ralf, Andreas, Thilo, Mareike und zum ersten mal Johannes und Julian;
Die Themen am 100. Astro-Stammtisch waren wie üblich rund um die Astronomie, Astrofotografie und das benötigte Equipment. Es wurden viele Gespräche geführt, die man wegen der großen Teilnehmerzahl, gar nicht alle mitverfolgen konnte.
Florian fertige während des Stammtisches eine Zeitrafferaufnahme an, bin schon sehr gespannt wie sie wird.
Uwe´s Zeichnungen gingen wieder durch die Reihen, die wie immer sehr erstaunlich waren.
Winfried brachte seine Uranometria, und zwei weitere Bücher zu Ansicht mit.
Mareike hat uns zum Nachtisch, einen selbstgebackene "offenen Sternhaufen" mitgebracht, Lecker.
Gegen 22:30 Uhr haben wir nach und nach bezahlt und sind langsam nach Hause gegangen. Ein wunderschöner Astro-Stammtisch ging zu Ende mit einer Rekord Teilnehmerzahl was dem Jubiläum gerecht wurde.


Am 23.03.2018 fand der 1. Astro-Stammtisch nach unserem 100. Jubiläum in Kitzingen statt.
Um 19:00 Uhr kamen Christoph, Harald, Andreas, Florian, Frank, Karsten, Philipp, Martin, Ralf, Torsten, Ruppert, Maximilian, Angie, Willi, Georg, Jörg, ich und zwei Gäste von Christoph in die Gastwirtschaft Zum Benediktiner nach Schwarzach, wo wir bestens mit Getränke, Essen und auch Leinwand versorgt wurden.
Harald Pfeiffer führte uns zum zweiten Mal in sein Forschungsgebiet der Gravtationsphysik ein. Er ist mittlerweile Gruppenleiter einer Forschungsgruppe zum Thema Numerische Relativitätstheorie in der Abteilung von Professor Alessandra Buonanno am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI) in Potsdam. Sein Spezialgebiet sind Computersimulationen der Entstehung von Gravitationswellen beim Verschmelzen von Schwarzen Löchern oder Neutronensternen.
Zunächst zeigte er uns die Dimensionen auf, um die es gehen sollte:
Schwarze Löcher sind in ihrem Ereignishorizont etwa 60 km groß und haben Massen von etwa 20 bis 50 Sonnenmassen. Neutronensterne haben Durchmesser von 20-30 km und bewegen sich bei 1-2, vielleicht auch bis 3 Sonnemassen. Vor der Kollision kommt es zu Rotationsfrequenzen von 30 Hz bis über einige 100 Hz und dies bei Entfernungen von einigen 100 km. Die Strecke Paris - Warschau wird von einem verschmelzenden Paar Schwarzer Löcher zB. 30 mal in der Sekunde durchlaufen bevor es "kracht"!
Das zweite Extrem sind die Effekte, die wir auf der Erde davon mitbekommen. Anhand der Rechnungen von Albert Einstein selbst wies er darauf hin, dass es sich um Dimensionen eines 1/1000000 eines Atomkerndurchmessers geht (LIGO verformt sich bei Gravitationswellen ca. 10^-18 m, ein Proton hat ca. 1,7 · 10^-15 m):
Wie man allerdings an den Formeln sah, hat sich selbst der große Meister noch im Juni 1916 etwas verrechnet und es später noch korrigiert. Die Größenordnungen um die es ging, blieben aber gleich!
Danach ging es an die Messungen von Gravitationswellen.
Am besten nutzt man möglichst lange Röhren (VIRGO und LIGO haben ca. 4 km lange und im Durchmesser 2m große Röhren mit einem Hochvakuum, um das "Seeing" zu unterdrücken), die mit einem 100 kW (!) Laser und Spiegeln bestückt sind. Das ganze dient als Laser-Interferometer, um die hauchfeinen Gravitationswellen nachweisen zu können - wenn sie denn in der richtigen Richtung eintreffen (45° zu den Armen ist ganz schlecht, 0° oder 90° wesentlich besser). Da die Detektoren sowohl in den USA als auch in Europa stehen hat man entsprechende Ergänzungen in den Messungen.
Die Geschichte der gemachten Entdeckungen und Messungen durfte nicht fehlen. Bis hin dazu, wie man denn die Nadel im Heuhaufen der Daten findet. Da schlägt auch die Stunde von Haralds theoretischen, numerischen Simulationen: er berechnet mit seinen Supercomputern voraus, was die Praktiker beobachten sollten.
Oder auch anders herum: wenn die Praktiker etwas beobachtet haben, rechnet er nach, was denn die Gravitationswellen ausgelöst hat, die von ihnen gemessen wurden.
ZB.: Verschmelzung von Schwarzen Löchern von 29 und 35 Sonnenmassen oder: Verschmelzen zweier Neutronensternen, die dabei ein längeres Signal erzeugen, unter anderem auch einen Gammablitz verursachen und dann Massen von 1,4 bis maximal 2 Sonnenmassen aufweisen.
Er gab auch zu, wo sie theoretisch, numerisch und praktisch Probleme haben: wenn nämlich beide Objekte sehr unterschiedlich (zB. Faktor fünf und darüber) schwer sind. Da weiß eigentlich noch niemand, was dabei herauskommen sollte.
Und das völlig Unbekannte liegt auch noch vor der Gravitationswellenastronomie:
- Vielleicht Signale aus der Zeit der Inflationsphase des Urknalls
- Vielleicht Signale von Ereignissen, die wir noch gar nicht kennen oder auf dem Schirm haben
- Oder Effekte der Quantengravitation
- ...
Während des Vortrags gab es immer wieder zahlreiche Fragen und eine klare Feststellung bezüglich der Länge: "open end" war die Ansage.
Nun, soweit kam es dann doch nicht: gegen 22 Uhr schlossen wir den offiziellen Teil, um dann noch in Kleingruppen an den Tischen weiter zu sprechen.
Um 22:45 Uhr löste sich so langsam dieser sehr Interessante Astro-Stammtisch auf.
Herzlichen Dank an ihn und seine unkompliziert, kompetente und einfache Weise, sein doch anspruchsvolles Forschungsgebiet rüberzubringen. Dabei zeigte er keinerlei Allüren eines elitären Professors, sondern beantwortete klar, sachlich und sehr geduldig unsere Fragen.

Den Text habe ich von Christoph leicht angepasst übernommen.


16. Astronomietag 24.03.2018

Der 16. Astronomitag am 24.03.2018 startete in Kitzingen an der Alten Mainbrücke um 15:00 Uhr bei gutem Wetter. Am Donnerstag war ein Artikel mit Bild in der Kitzinger Zeitung, am Freitag in der Mainpost und am Samstag im Report. Da bei gutem Wetter an der Mainpromenade und auf der Alten Mainbrücke immer viel los ist ahnte ich schon was da kommen würde.
Um 14:45 Uhr war ich am Veranstaltungsort und nach und nach kamen noch Johannes, Florian, Karsten und Wolfgang dazu. Ich baute meinen 10" Carbon Newton auf der EQ6 mit Berlebach Planet auf, Johannes, sein C6 auf HEQ5, Florian seinen 100mm Skywatcher ED auf AZ EQ6, Karsten hatte seinen ED80 auf LXD75 Montierung mit dabei und Wolfgang einmal das Lunt 60mm Halpha Teleskop auf Skywatcher Montierung sowie den 120mm Skywatcher Equinox Refraktor auf EQ6.
Wie vermutet kamen schon bald viele Besucher und wir konnten ihnen die Sonne, komplett blankgeputzt in Weißlicht und in H-alpha mit zwei schonen Protuberanzen zeigen. Der Mond am Tag war ebenso im Programm, wenn auch etwas flau. Es wurde viel erzählt und jede Menge Fragen beantwortet.
Ein Bekannter von Florian brachte seine Drohnen mit und führte vor wie erstaunlich schnell und wendig die Dinger sein können, außerdem wurden mit den Drohnen Fotos und Videos gemacht auf die ich schon sehr gespannt bin.
Florian fertigte zudem wieder ein Zeitraffervideo an das bestimmt auch wieder sehr interessant werden wird.
Bei Einbruch der Dämmerung richteten wir die Teleskope auf Venus die schon sehr tief aber trotzdem recht gut zu sehen war auch das am Rand ein kleines "Stück" fehlte war zu erkennen.
Der Star des Abends war aber ganz klar der Mond, viele "ahs" und "ohs" waren von überall zu hören und es wurden wieder Fragen gestellt ob das jetzt echt ist oder ein Foto! Die Krater am Terminator traten sehr plastisch hervor und am Rand waren schon Bergspitzen zu sehen die gerade so im Sonnenlicht standen.
M42 im Orion war ebenfalls noch ein Beobachtungskandidat. Das Trapez und der Nebel waren trotz nahen Mond sehr schön zu sehen und bei den Erklärungen was wir da sehen und vor allem wie weit das weg ist meinte eine Besucherin "Ganz schön Gruselig".
Über Beteigeuze erklärte ich das er ca. 1000mal größer als unsere Sonne, ca. 750 Lichtjahre von uns entfernt und der wahrscheinlichste Kandidat für die nächste Supernova in unserer Galaxie ist. Zusammen mit den Entfernungen von M42, der Sonne und dem Mond versuchte ich zu erklären das wir alles in der Vergangenheit sehen, genaugenommen sogar jede Person die vor uns steht, da die Lichtgeschwindigkeit endlich ist. Ich merkte schnell das viele Besucher recht gut informiert sind, was natürlich zu vielen interessanten Gesprächen führte.
Das Wetter war gut, der Mond hell und die Lage günstig so das der Besucherstrom nicht abriss, erst gegen 22:30 ebbte er langsam ab. Ich schätze das insgesamt, über den Tag verteilt, 200 Interessiere Besucher kamen.
Um 23:00 Uhr beendeten wir den 16. Astronomietag etwas geschafft aber zufrieden.

Klick mich für großes Bild

Hier gehts zum Timelaps Video des 16. Astronomietag 24.03.2018


Das 8. Teleskoptreffen des Forum Stellarum fand am 06.04.2018 in den Weinbergen zwischen Volkach, Northeim und Sommerach statt.
Bei bestem Beobachtungswetter, tagsüber hatten wir bis zu 20°C und am Abend immer noch 14°C, trafen sich Florian, Johannes, Gerhard, Uwe, Frank, August, Andreas, Reiner, Simon, Stefan, Josef, Philipp, Hans, Dani, Steffen, Thomas, Johannes, Julian, Martina und ich.
Ich beobachtete mit meinem 10" Carbon Newton auf EQ6 mit SynScan Goto auf Berlebach Planet mit dem Okularen ES 18mm und Speer Waler Zoom 8,5-12mm @8,5mm.
Florian hatte seinen 100mm Skywatcher ED Refraktor auf AZEQ6 dabei und Fotografierte den Kugelsternhaufen M3.
Gerhart beobachtete mit seinem 15" Schöberl-Dobson,
Uwe mit dem 10" ACF auf Vixen Sphinx SXD,
August mit dem Celestron C11,
Andreas montierte seinen 10" Tal auf die Ioptron-Montirung,
Rainer kam mit dem 16" Hofheim-Gitterrohrdobson,
Simon hatte auch seinen 16" Gitterrohrdobson dabei,
Stefan und Josef mit dem 130mm f/5 Skywatcher Newton auf EQ2,
Johannes und Julian mit einem 8" f/5 Skywatcher Newton auf EQ6R,
Philipp hatte sein Astro Professional ED 80 Bino dabei.
Steffen beobachtet seinem 8" f/6 Dobson und
Thomas mit dem 10" f/5 Skywatcher Flextube.
Frank, Hans, Johannes, Dani und ein Bekannter von ihr kamen ohne Teleskope und
Martina brachte ihr 10x60 Fernglas mit.

Beobachtet habe ich:

Raumstation:
ISS
20:38:13 4.9mag WNW
20:43:36 -4.1mag N       Überflug durch den Zenit
29:46:41 -2.1mag ESE

22:14:46 2.0mag WNW
22:19:20 -2.2mag SW       Fliegt durch den Orion

Alignment Starts:
Sirius, Mirfak, Arktur

Planet:
Venus mit -3.9 im Widder

Doppelsterne:
Mizar und Alkor mit Ludwigsstern im Großen Bären

Offene Sternhaufen:
M46 mit NGC2438 im Achterdeck
M47 im Achterdeck
M50 im Einhorn
M93 im Achterdeck
NGC457, Eulenhaufen in der Kassiopeia
H+Chi NGC869 / NGC884 im Perseus

Kugelsternhaufen:
M3 in den Jagdhunden

Planetarischer Nebel:
NGC2438 mit M46 im Achterdeck

Galaktische Nebel:
M42 im Orion

Supernovaüberrest:
M1 im Stier
Galaxien:
M58 in der Jungfrau
M98 im Haar der Berenike
M65, M66, NGC3628 Leo Triplett im Löwen
NGC4244 in den Jagdhunden
NGC5907 im Drachen
M101, Feuerradgalaxie im Großen Bären
M87 in der Jungfrau
M104, Sombrerogalaxie in der Jungfrau
M81 / M82 im Großen Bären

Sehr viele Beobachter, Teleskope, Besucher!
Top Teleskoptreffen, bei bestem Wetter!
So macht Astronomie Spaß!

Klick mich für großes Bild

 

Zurück zu Zurückliegende Termine

Klick mich  = Klick mich   |   Klick mich  Impressum   |   Klick mich  Wichtiger Hinweis   |   Klick mich  Changelog   |   Klick mich  Link auf y-Auriga   |   © Ulf Fiebig