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Letzte Änderung: 03.01.2017

Teleskop und Zubehör Empfehlung für Einsteiger und Anfänger

Ich werde immer wieder gefragt welches Teleskop mit Zubehör ich Einsteigern (noch nie mit der Astronomie zu tun gehabt) und Anfängern (Grundkenntnisse in der Astronomie) empfehlen würde. Damit ich dies nicht immer und immer wieder aufs neue beschreiben muss habe ich das hier einmal zusammengestellt.

Gleich zu Anfang, am besten jedes Teleskop das in Frage kommt vorher ausgiebig testen und ausprobieren zB. bei einer Sternwarte, Astro Verein oder einem Hobby Astronomen. Die werden alle gerne behilflich sein.

Jeder der ernsthaft in das Hobby Astronomie einsteigen will muss wissen da ist es mit 100,- oder 200,- Euro nicht getan. Dann lieber erst mal ein gutes Fernglas und sehn ob man mehr Zeit und Geld in das Hobby investieren will.

Viele empfehlen Einsteigern und Anfängern einen Dobson Teleskop weil es schnell und leicht aufgebaut ist, für den Preis eine große Objekttieföffnung bekommt und das zurechtfinden am Sternenhimmel gefördert wird. Die Größenangaben gehen da von 6" f/6 (150/900) über 8" f/6 (200/1200) bis 10" f/5 (250/1250). Vor allem letzteren empfinde ich als viel zu groß für den Anfänger und zu unhandlich.
Ein Dobson hat aber einen entscheidenden Nachteil! Er muss in beiden Achsen (Rektaszension und Deklination) gleichzeitig per Hand Nachgeführt werden, was eine gut laufende Rockerbox und viel Übung erfordert. Das ist nicht jedermanns Sache, da kommt schnell viel Frust auf, vor allem bei hohen Vergrößerungen, wenn die Objekte nicht im Blickfeld gehalten werden können. Auch das Fotografieren gestaltet sich schwierig bis fast unmöglich und aus diesem Grund empfehle ich Anfängern keinen Dobson.
Einen Dobson würde ich empfehlen wenn die Teleskopgröße über 12" liegt, weil ein solches Teleskop sich, wegen der Größe und dem Gewicht, nicht mehr Mobil Montieren lässt. Ein solches Teleskop ist aber nichts für einen Einsteiger oder Anfänger.

Refraktoren (Linsenteleskope), wenn sie einigermaßen brauchbar sein sollen, sind teuer und haben nur einen kleinen Objektivdurchmesser im Vergleich zu einem Reflektor (Spiegelteleskop) und fallen deswegen schon aus der Empfehlungsliste heraus.

Maksutov Cassegrain oder kurz Mak sind klein, leicht und handlich und wenn sie nicht fast doppelt so teuer wären wie ein vergleichbarer Newton sogar zu empfehlen.
Bei einem Maksutov Newton oder einem Schmidt Cassegrain (SC) ist es in etwa das selbe, eigentlich nicht schlecht aber im Vergleich zu teuer.

Meine Empfehlung ist deswegen ein Paralaktisch montierter Newton mit der Größe 6" f/5 (150/750).
Bis man alles was mit dieser Größe erreichbar ist abgegrast hat ist man mit Sicherheit kein Anfänger mehr.
Das Aufstellen der Montierung ist etwas aufwendiger, aber einmal richtig Aufgestellt muss nur noch in einer Achse (Rektaszension) Nachgeführt werden. Dadurch wird das halten der Objekte im Gesichtsfeld, auch bei hohen Vergrößerungen, sehr erleichtert und ohne Goto müssen hier, genauso wie beim Dobson, die Objekte gesucht werden was zum Kennenlernen des Sternenhimmels von Vorteil ist.
Später kann die Montierung leicht mit einer Ein-, oder Zweiachsen Nachführung nachgerüstet werden, selbst einer Goto Steuerung steht nichts im Wege.

Meine Konkrete Empfehlung wäre deshalb ein GSO 6" f/5 (150/750) auf EQ5.

Das mitgelieferte Okular 25mm Plössl weglassen und dafür zB. 3 HR Planetary Okulare der Größe 4mm, 8mm und 20mm nehmen.

Außerdem den Mitgelieferten Sucher 6x30mm weglassen und dafür einen Sucher 8x50mm mit 90° Einblick ordern.

Als Alternative zum Sucher käme zB. der Baader Sky Surfer III in Frage.

11.03.2016

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